Klima: zwei Grad Unsinn

„Schwellenländer unterstützen Zwei-Grad-Klimaziel
Die Erderwärmung soll auf zwei Grad Celsius begrenzt werden. Zu diesem beim G-8-Gipfel beschlossenen Ziel haben sich nun auch Schwellenländer wie China und Indien bekannt. Offen ist, was das Ergebnis wert ist – denn Russland hat den Beschluss von L’Aquila schon wieder in Frage gestellt.“


Diese Meldung ging im Juli 2009 durch die Medien, das obige Zitat ist aus Spiegel-online, Wissenschaft, vom 09. Juli 2009.
So einfach ist das also, man dreht an irgendwelchen imaginären CO2-Schrauben, und schon stimmt die Erdtemperatur; Klima für Doofe, könnte man meinen.  Aber hier haben führende und verantwortliche Politiker der Industriestaaten diesen Unsinn verzapft, gewählte Volksvertreter oder Volksverblöder?

Am 28. Oktober 2009 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der  Rubrik  „Natur und Wissenschaft“  , hinter der ja angeblich immer ein kluger Kopf steck, ein Artikel, der sich mit diesem Blödsinn befasst.

„Ein Limit von zwei Grad Erwärmung ist praktisch Unsinn

Drei große deutsche Geoinsitute stellen sich quer zur
internationalen Klimapolitik. […] „

Interviewt wurden Karin Lochte, Direktorin am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung,
Volker Mosbrugger, Direktor am Senckenberg-Forschungsinstitut und Museum in Frankfurt und
Reinhard Hüttl, Direktor am Deutschen Geoforschungs Zentrum GFZ in Potsdam.

Zwar beten die Wissenschaftler auch brav die Zeitgeist-Parole vom politisch korrekten „anthropogenen Anteil“ des Klimawandels nach (für den es nicht einen Beweis gibt, ohne den die Forschungsgelder aber wohl weniger flüssig fließen), werden dann aber sehr deutlich:

Moosbrugger: Wenn man sich die anschaut, sieht man auch, dass wir unser Klimasytem eben noch nicht voll verstanden haben. Danach sieht es so aus, dass die Kohlendioxidkonzentration irgendwo ab etwa dem Miozän (Anm.: 23 bis 5 Mio. Jahre vor heute) mehr oder weniger konstant war, dass wir aber trotzdem ein Wärmeoptimum und danach eine langsame Abkühlung bekommen haben, ohne dass sich beim Kohlendioxid viel getan hätte.

Lochte: Die Frage, die zu klären ist, lautet: Ist das Kohlendioxid zuerst angestiegen und dann die Temperatur, oder ist die Temperatur angestiegen und danach das Kohlendioxid? Was hat was ausgelöst?

Hüttl: Die Politik konzentriert sich derzeit fast ausschließlich auf die Kohlendioxidreduktion. Wir wissen aber, dass das System Erde komplex ist. Es gibt natürliche Effekte, die wir so nicht einfach kontrollieren können, wie wir uns das vorgestellt haben.

Das komplette Interview kann man hier nachlesen.

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